Fachlich vom Grafschaftsmuseum Wertheim betreut, beherbergt das Museum „Schlösschen im Hofgarten“ drei herausragende Kunstsammlungen:

Stiftung Wolfgang Schuller
„Gemälde und Aquarelle der Berliner Secession“

 

Im Zentrum dieser Sammlung steht die Kunst in Berlin um 1900 mit ihren vielfältigen Strömungen wie Jugendstil, Freilichtmalerei, Realismus und Impressionismus von Künstlern, die der 1898 gegründeten Berliner Secession angehörten.

Die Gemälde und Aquarelle der „Berliner Secession“, die die Stiftung Wolfgang Schuller mit ihrem Einzug in das Schlösschen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, umfasst außer den führenden deutschen Impressionisten wie beispielsweise Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt, Fritz v. Uhde auch Gemälde der herausragenden Berliner Maler Hans Baluschek, Walter Leistikow, Lesser Ury und Heinrich Zille. Sie zeigt zudem Werke von Künstlern, die nur durch sporadische Aufenthalte und Ausstellungsbeteiligungen eine Beziehung zu Berlin und der „Berliner Secession“ hatten wie zum Beispiel Th. Theodor Heine, Max Beckmann, Christian Rohlfs und die Worpsweder Künstler um Otto Modersohn.

 

 

 

Max Liebermann, Die Netzeflickerinnen

Lesser Ury, Berliner Straße mit Taxen

Walter Leistikow, Kiefern am Grunewaldsee

Sammlung
„Maler des 19. Jahrhunderts aus dem
Rhein-Main-Neckar-Raum“

 

Hierbei handelt es sich um Werke von Malern aus Heidelberg und Karlsruhe, die zum Teil in Wertheim gearbeitet haben oder mit Wertheimer Künstlern in Kontakt standen. In der Sammlung sind unter anderem Gemälde von Carl Rottmann, Bernhard Fries, Daniel Fohr, Georg Wallis, Emil Lugo, Theodor Verhas und Anton von Werner vertreten.

 

 

 

 

Carl Rottmann, Die Zyklopenfelsen, Sizilien

Bernhard Fries, Golf von Sorrent

Sammlung Dr. Carla Müller
„Gemälde und Aquarelle der Berliner Secession“

 

Die Sammlung umfasst Porzellan aus einem Zeitraum von 1780 bis 1830. Es handelt sich um so genanntes „Porcelaine de Paris“, das vor allem aus den Pariser Manufakturen Locré, Dihl & Guerhard, Dagoty, Nast, Darte, Schoelcher, Honoré sowie aus der Manufaktur Sèvres stammt. Die Sammlung nimmt Bezug auf die enge Beziehung, die Fürst Georg zu Löwenstein-Wertheim zum französischen Hof und zu König Jerôme in Kassel hatte. Teile dieser Sammlung werden im Wechsel gezeigt.